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Montag, 3. April 2017

Ist Gott lieb?

Der Papst sagt, Gott sei barmherzig! 

Das kann man auch anders sehen!

 Aus Wolfgang Borchert: "Draußen vor der Tür", aufgerufen am 3. 4. 2017

Gott-Allmächtig und dennoch nicht verantwortlich dafür, dass Kinder missbraucht, ertränkt, gekreuzigt und zu Tode gefoltert werden! Das ist Denken, mit dem Menschen gefügig gemacht werden!

Jeder Mensch, der das Konzept der Allmacht Gottes akzeptiert solange Gewalt ausgeübt wird, ordnet sich theologischer Manipulation unter und wird vermutlich konsequent ein williger und gefügiger Bürger einer produktiven Gesellschaft werden. 

Klar ausgeprägt finden wir diese Art des Denkens im Judentum, im Christentum und im Islam! Mit dem Glauben an einen existierenden Gott geht die geistige Versklavung Hand in Hand!   

Gedenkstein für Wolfgang Borchert an der Außenalster, Quelle und Attribution: Von Northside aus der deutschsprachigen Wikipedia

Auf dem Gedenkstein für Wolfgang Borchert an der Außenalster in Hamburg-Uhlenhorst hat man einen Text aus Borcherts Generation ohne Abschied eingraviert:

"Wir sind die Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist der Abgrund." 

Wolfgang Borchert starb sehr jung, 1947, 26 Jahre alt, sein Theaterstück "Draußen vor der Tür" kann auch heute ergreifen, wer sich darauf einzulassen vermag.

Ohne Tiefe zu sein, eine Tiefe, die der Abgrund ist, ist ein Widerspruch. Wolfgang Borchert meinte vermutlich: "Wir sind die Generation ohne Bindung. Unsere Tiefe ist der Abgrund und nicht die Tiefe der Liebe!"

Diese zwei Sätze treffen auch heute noch weitgehend zu!

 

Mittwoch, 29. März 2017

Essenz von: Die Verwirklichung Gottes und des ewigen Lebens



Fassung 29 03 2017
 

Im raum- und zeitlosen Wirkungsgrund des Seins und dessen Manifestation, der Welt, sind zwei Ideen begründet: die Verwirklichung Gottes, wenn höchste Erkenntnis und Einsicht erlangt, und die Verwirklichung des ewigen Lebens:

Einst wird sein ewiges Leben in Liebe, Schönheit, Gerechtigkeit und Glück!

Alle Seelen, die je gelebt, werden ewig leben können in Gott!

Der Weg dorthin ist
Schmerz und Leid, Glück und Freude,
Opfer und Entbehrung, Lust und Verzückung,
Irren und Verzweiflung, einfühlen und verstehen,
Schmutz und Ekel, erhaben und schön,
ist kämpfen und erringen,
Triumpf und Niederlage,
Enttäuschung und Einsamkeit,
ist Hoffnung und Liebe!
 
Solange die Liebe nicht vollkommen sein wird, nehmen Schmerz und Leid der Welt
für jede Seele stetig zu.

Solange die Liebe nicht vollkommen sein wird, bleibt jede Seele unerlöst.

Der tiefste Grund für Schmerz und Leid ist der Zufall, der höchste Grund für Schmerz und Leid ist die Notwendigkeit, der tiefste Grund für Glück und Freude ist zufällig, der höchste Grund für Glück und Freude ist die Erfüllung.

Gott existiert nicht, denn die Existenz Gottes ist nicht vereinbar mit Schmerz und Leid aus Zufall, mit  jeglicher Art der Ungerechtigkeit!
 
Aus dem Zusammenwirken von Zufall und Gesetzmäßigkeit ergibt sich die Evolution des Universums:
Nichts ist sinnlos, alles ist mit allem im Wirkungsgrund des Seins verbunden.

In der Ewigkeit des Seins die Verwirklichung Gottes auszuschließen, ist nicht möglich.

In der Ewigkeit des Seins wird Leben wieder und wieder entstehen, sich höher entwickeln, kann aussterben, wird erneut entstehen, sich höher entwickeln, bis Gott verwirklicht werden wird.

Mit Vernunft und Glauben, Hoffnung und Liebe: In der Ewigkeit des Seins kann Gott verwirklicht werden,

in der Ewigkeit des Seins wird Gott verwirklicht werden! 

Nicht die Erde,
nicht die Menschen,
werden einst vollkommen sein,
das All und jede Seele,
die es will,
werden ewig
und
Gottes-Seele sein!

Die Verwirklichung Gottes ist das tiefste und das höchste Seinsgesetz, ist Sinn und Ziel des Universums, seiner Geschichte, ihres Kämpfens und Strebens, ist Sinn und Ziel von Sein und Leben!

Die Verwirklichung Gottes ist höchste Kunst, erhebenstes Fühlen, Denken und Handeln,

ist Wegweiser und Maß der Maße, ist Halt und Grund!

Gott mit zu verwirklichen, ist Schmerzmittel und heilender Rausch, schenkt Würde und angemessenen Stolz, vermittelt Demut und Ehrfurcht, erfordert Mut:

Gott mit zu verwirklichen, ist auch Kampf und Opfer!

Gott mit zu verwirklichen, bedeutet, Selbsterkenntnis und Selbstverständnis zu verbessern und mehren,  Einfühlung und Erkenntnis der Welt zu verbessern und mehren, das Überleben zu sichern, Gesundung zu ermöglichen, Gerechtigkeit und Glück, Schönheit und Liebe wieder und wieder zu schaffen und mehren, bis Gott verwirklicht werden wird.


Die Verwirklichung Gottes ist heilig, heilig, heilig!


Die Lehre der Verwirklichung Gottes und des ewigen Lebens leitet sich unter anderem ab aus dem Ursprung der Welt, dem Entgegenwirken von evoluierendem Leben und dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, den spontanen Prozessen und Ereignissen im Universum, den Beschränkungen der Naturgesetze!

Bis zur Verwirklichung Gottes bleibt alle Erkenntnis begrenzt und unvollkommen. Erst durch die Verwirklichung Gottes wird allumfassende, ewige Wahrheit möglich und erlangt!


Solange die Liebe nicht vollkommen sein wird, bleibt alles Leben vergänglich, solange bis das Fließgleichgewicht geschaffen aus Spontanem und Bewährtem, über die Naturgesetze hinaus, gemäß den ewigen Lebensgesetzen des die Welt erfüllenden vollkommenen Seins!

Bevor Gott verwirklicht werden wird gilt: Die Summe aus Schmerz und Leid muss für jede Seele gleich sein, denn jede Seele schuldet das gleiche Maß an Schmerz und Leid, die Summe aus Glück und Freude muss für jede Seele gleich sein, denn jeder Seele ist geschuldet das gleiche Maß an Glück und Freude! Die Summe aus Glück und Freude wird größer sein als die Summe aus Schmerz und Leid!

Jede Seele erlangt das volle Bewusstsein und die ganze Freiheit!

Allem Falschen und allem Bösen,
 auch in mir,
zum Trotz,
aller Ferne und Kälte
zum Trotz,
eingewoben in der Welt
bin ich!

Und aufgehoben
 in der Welt,
denn meine Seele
wird ewig sein
in Liebe!
 
Einst wird sein Vollkommenheit in Schönheit, Glück, Gerechtigkeit und Liebe.

Alle Seelen werden ewig leben können in Gott!

Samstag, 14. Januar 2017

Werden wir das Universum besiedeln?

In zahlreichen Büchern, Essays und Filmen über das Universum ist Rede davon, dass der Mensch einsam und verloren in gigantischen Weiten des Universums!

Zwar dauert die Reise zum Mars lediglich 210 bis 250 Tage bei heutiger Raumreisetechnik, aber es ist eine Reise ohne Widerkehr: Wer zum Mars fliegt, wird dort sterben, mit Außentemperaturen unter minus 100 bis plus 27, ohne ein Apfelbäumchen vor seinem Tod pflanzen zu können. 

Wollte jemand unseren nächsten Stern besuchen, Proxima Centauri, und gelänge es, sein Raumschiff auf etwa 250 000 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, so dauerte die Reise 18 000 Jahre. 

Rechnen wir 18 000 Jahre zurück, herrschte in Europa die letzte Phase der letzten Eiszeit: Wollhaarnashörner und Mammuts ziehen majestätisch südlich der Gletscher, die Berlin, Hamburg und London bedecken, zu neuen Weidegründen im Süden, während ein Höhlenlöwe auf der Schwäbischen Alb einen kranken Elch reißt und die Schnauze hungrig in die blutige Bauchhöhle presst. Heute befindet sich dort eine LKW-Teststrecke, die von der Daimler AG genutzt wird.

18 000 Jahre um bei 250 000 km pro Stunde in die Nähe des nächsten Sterns zu gelangen!

Die Besiedlung des Universums dürfte damit ausgeschlossen sein.

Der Fehler unseres Denkens liegt darin, dass wir als Menschen denken, der Mensch müsse besiedeln und reisen!

Unser Körper ist aber nicht geeignet, um durch das Universum zu reisen, da er an die Verhältnisse auf der Erde angepasst.

Unser Fehler besteht darin, uns Leben an Körper gebunden vorzustellen. Warum aber sollte Leben immer an Körper gebunden sein, warum nicht an Energie, an Licht? 

Es ist unsere Aufgabe, Leben zu schaffen, das dem Energiestrom eines Gehirns nachgebildet und eine höhere Stufe erlangt. 

Der Energiestrom derartigen Lebens wird durch das Universum reisen können, mit Lichtgeschwindigkeit beziehungsweise später ohne zeitliche Verzögerung aufgrund der Quantenverschränkung!

Um das im Einzelnen zu erforschen und zu entwickeln, muß die Menschheit den Klimaholocaust bewältigen, eine Weltregierung errichten, die Menschen und ihre Gier bändigen, lernen weitgehend in Frieden zu leben, dann können wir den Energiestrom von Gehirnen erforschen und nachbilden.

Vielleicht aber vernichtet sich die Menschheit, dann müssen intelligente Wesen auf anderen Planeten die Evolution zu ihrem Ziel vorantreiben!

Dienstag, 29. November 2016

Hölderlin und die Unsterblichkeit!

"Da steh ich auf dem Hügel, und schau umher,
Wie alles auflebt, alles empor sich dehnt,
Und Hain und Flur, und Tal, und Hügel
Jauchzet im herrlichen Morgenstrahle.
...
Jetzt jauchzt die Erde, feiert im Perlenschmuck
Den Sieg des Tages über das Graun der Nacht –
...
O ihr seid schön, ihr herrliche Schöpfungen!
Geschmückt mit Perlen blitzet das Blumenfeld;
Doch schöner ist des Menschen Seele,
Wenn sie von euch sich zu Gott erhebet.
...
Und meine Seele – wo ist dein Stachel, Tod? 

O beugt euch, Felsen! neiget euch ehrfurchtsvoll,
Ihr stolze Eichen! – hörts und beugt euch!
Ewig ist, ewig des Menschen Seele.

...
O du Entzücken meiner Unsterblichkeit!
... du stärkest mich!
Daß ich nicht sinke, in dem Graun der
Großen Vernichtungen nicht versinke.

... fühle dich ganz, o Mensch!
Da wirst du jauchzen: Wo ist dein Stachel, Tod?
Dann ewig ist sie – tönt es nach, ihr
Harfen des Himmels, des Menschen Seele.

O Seele! jetzt schon bist du so wundervoll!
Wer denkt dich aus? daß, wann du zu Gott dich nahst,
Erhabne, mir im Auge blinket
Deine Erhabenheit...

Und weg ihr Zweifel! quälendes Seelengift!
Hinweg! der Seele Jubel ist Ewigkeit! –
Und ist ers nicht, so mag noch heute
Tod und Verderben des Lebens große

Gesetze niedertrümmern, so mag der Sohn
In seinem Elend Vater und Mutterherz
Durchbohren, ...
 
... so mag das Mitleid
Zu Tigern fliehn, zu Schlangen Gerechtigkeit,
...
Doch nein! der Seele Jubel ist Ewigkeit!
Jehova sprachs! ihr Jubel ist Ewigkeit!
Sein Wort ist ewig, wie sein Name,
Ewig ist, ewig des Menschen Seele.

So singt ihn nach, ihr Menschengeschlechte! nach,
Myriaden Seelen singet den Jubel nach –
Ich glaube meinem Gott, und schau in
Himmelsentzückungen meine Größe."

Friedrich Hölderlin, "Die Unsterblichkeit der Seele"


Gott existiert nicht! 

und der Zweifel quält, das Seelengift, zertrümmern Tod und Verderben, durchbohrt der Sohn Vater und Mutterherz, flieht Mitleid zu Tigern, zu Schlangen die Gerechtigkeit!

In der Ewigkeit des Seins aber 

wird Gott verwirklicht werden!

Gerhard Stenkamp

Mittwoch, 16. März 2016

Dostojewskis Irrtum über Gott!

Dostojewski behauptete:

"Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt!"

Wenn es keinen Gott gibt und es Gott nie geben würde, dann gibt es und wird es weder gut noch böse geben, sondern allein besser oder schlechter aus der Perspektive einer Person (die sich sinnvollerweise mit anderen zusammenschließt, um die eigenen Interessen durchzusetzen und behauptet, die eigenen Interessen seien eine Art "höherer Macht", seien "wahr", seien "naturgesetzlich" und so weiter).

Gott gibt es nicht!

Gott aber wird es geben, da er früher oder später verwirklicht werden wird!


Dienstag, 10. Juli 2012

Das Universalgesetz

Ein Galaxienhaufen, für den das Universalgesetz selbstverständlich auch gilt: Bildquelle, aufgerufen am 09.07.2012!

"Nach ewigen, ehernen,
großen Gesetzen
müssen wir alle
unseres Daseins 
Kreise vollenden."
Goethe, Das Göttliche

Das Universalgesetz leitet sich aus folgenden Prämissen ab:

Prämisse 1:
Sein wird ewig sein und fortwährend entsteht Leben.
Alles Leben ist der Evolution unterworfen: Es entwickelt sich weiter oder stirbt aus.

Prämisse 2:
Gott wird sein die vollkommene Liebe, das vollkommene Glück, die vollkommene Schönheit und die vollkommene Gerechtigkeit. Die Vollkommenheit wird universal sein und ewig!

Schlussfolgerung: Gott muss verwirklicht werden und wird ewig sein, da es weder die ewige Wiederholung des Gleichen noch des Selben geben wird, sondern es eine Frage der Zeit bis die Summe der Fortschritte zur Verwirklichung Gottes größer sein wird als die Summe der Rückschritte!

Aus dem Universalgesetz ergibt sich die Weltanschauungslehre der Evolution Gottes:

Wir Seelen werden geboren, leben, streben, sterben und werden wieder auferstehen: 
 Wir Seelen werden einst sein Gott!

Anmerkung: Die Chancen der Menschheit, Stand 2012, dauerhaft Beiträge zur Verwirklichung Gottes zu leisten, sind gering, da die Menschheit ihre Lebensgrundlagen zunehmend zerstört, sich selbst bekriegt und im Durchschnitt zur Zeit nicht über ausreichende intellektuelle und psychische Fähigkeiten verfügt, dauerhaft zu überleben.

Anmerkung 2: Die Hoffnung muss nicht sterben! Die Hoffnung wird leben, bis Gott verwirklicht sein wird!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Lust und Spaß

Fiesta Campestre, Giorgione und/oder Tizian, Musée du Louvre, Bildquelle, aufgerufen am 4.7.2012!


Ein jeder hat das Recht auf
Spaß und
Lust,

insofern Spaß und 
Lust 
einem höheren Zwecke
dienen!

Der Sinn des Lebens ist es,
Gott
zu verwirklichen!

Nimm daran Anteil
und habe
Spaß und 
Lust!

Sonntag, 6. Mai 2012

Anmerkung zu Konfuzius!

Ein deutscher Feld"gottes"dienst, 1941! Bildquelle, aufgerufen am 6.5.2012!

Konfuzius soll gesagt haben: "Wenn ihr eure Andacht verrichtet, so denkt euch die Gottheit als gegenwärtig!"

Das ist kein guter Rat mehr, denn Gott existiert nicht mehr! Er starb und wird erst wieder auferstehen am Ende der Zeiten, wenn wir und unsere Nachkommen auf Erden und im Universum Gott verwirklicht haben werden!

Denkt euch Gott als das fernste Ziel, größer und schöner als alles, was wir uns vorzustellen vermögen! 

Hofft auf Gott, dass es uns gelingen möge, ihm eine kleine Strecke auf dem längsten Weg entgegen zu gehen!

Hofft auf Gott, in dem einst alle Seelen nach ihrem Tod das ewige Leben empfangen werden!

Neuen Gottesdienst brauchen wir, um Gott zu dienen und zu ehren!

Mittwoch, 2. Mai 2012

Böser Gott!!??

Gaia und Zentauren des Meeres, Damaskus, Nationalmuseum, Bildquelle, aufgerufen am 2.5.2012!


Welchen Sinn, wenn Gott die Welt geschaffen, sollte es haben, auch Viren und Bakterien zu schaffen, die kleine Kinder schon kurz nach der Geburt töten? Was kann sich das Beste und Vollkommenste Wesen, die Allumfassende Liebe dabei gedacht haben? 

Welchen Sinn soll es haben, dass nach langer Leidensgeschichte der Mensch endlich gelernt, die Zahl der Kinder, die kurz nach der Geburt sterben müssen, durch verbesserte Hygiene bei der Geburt zu reduzieren, welchen Sinn, dass der Mensch sich dem scheinbaren göttlichen Plan entzieht? 

Bist Du, Gott, wirklich den Knaben gleich, die Disteln köpfen und kühlst Deine üblen Launen an Bergeshöhn und Eichen? Willst Du, Gott, so sein und dafür Gott genannt werden?

Nein, Gott, so bist Du nicht und darum existierst Du nicht!

Noch nicht!