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Mittwoch, 26. Dezember 2018

Claas Relotius und der Arzt von Stalingrad!

Klapperschlangen, Geier, Skorpione und Kojoten, aber nicht der nordamerikanische Steppenwolf sondern Menschenschlepper, die mittelamerikanische Migranten ausbeuten, anstiften, um Drogen in die USA zu schmuggeln, Frauen und Mädchen nicht selten vergewaltigen und wenn sie sterben am Wegesrand in zerfetzter Kleidung liegen lassen, so beginnt die letzte große Reportage des Claas Relotius, bevor er vom Olymp des deutschen Journalismus hinabgestoßen und seine journalistische Existenz für den Rest seines Lebens zerschmettert wurde.

Der Schaden, besonders für den "SPIEGEL" ist groß, aber man gelobt Besserung: "Sagen, was ist.", Rudolf Augstein, auf dem Titelblatt der Spiegelausgabe zum Weihnachtsfest. Mea culpa, mea maxima culpa, tiefe Zerknirschung und Reue, Beschwörungen der edelsten Grundsätze journalistischen Ehrenkodexes und dann frisch ins neue Jahr. 

Ich habe den "SPIEGEL" in einer persönlichen Diskussion, bei der es um die Vorkommnisse in Chemnitz ging, ein "Drecksblatt" genannt und wiederhole: Der "SPIEGEL", von mir einst hochgeschätzt, ist runtergekommen, "Schmierenjournalismus", Meinungsmache in plumper Form, abgeschmackt, arrogant und dümmlich ("Bento"): Class Relotius ist lediglich die Speerspitze dieser Exkrete gewesen, leicht zu durchschauen, gewiss aber kein genialer Betrüger denen, die gewillt, sich zu befreien von Vorurteilen und gegen den Strom zu schwimmen bereit.

Für einen großen Teil der Menschheit ist "Russia Today" das Propagandaorgan Putins par excellence. Ich sehe in RT ein wichtiges Gegengewicht zu CNN, BBC und weiterer westlicher Medien, schaue und lese also regelmäßig sowohl hier und dort und versuche ein ausgewogeneres Bild zu bekommen! Die Wahrheit werde auch ich so nicht erfahren, aber ich kann doch versuchen, mich ihr zu nähern und dazu gehört, verschiedene Quellen mit gegensätzlicher Ausrichtung zu nutzen und zu studieren.

Zu Relotius finde ich bei RT:

"Bevor die Nacht anbricht und ihr Dienst beginnt, an einem eisigen Frühjahrsabend in Kiew, kniet die Hoffnung der Ukraine vor brennenden Kerzen auf dem Maidan. Dimitri, ein junger Mann mit Vollbart und Gewichtheberschultern, und Valerya, eine junge Frau mit geflochtenen Haaren und Perlenohrringen, wie treue Kameraden sehen sie auf zu einem Altar für die Gefallenen, beten für deren Seelen und die Zukunft ihres Landes. Es ist ein Ritual wie vor einer Schlacht, sie bekreuzigen sich, schieben Schlagstock und Pistole unter ihre Jacken, dann skandieren sie den Kampfruf der Revolution: 'Ruhm der Ukraine! Ruhm den Helden!'" 

Zitiert aus der Reportage "Die Unbestechlichen", geschrieben 2016, zwei Jahre nach dem Maidan-Umsturz.    

Stilistisch könnte das aus Konsalik stammen, "Der Arzt von Stalingrad", allerdings sind in dem Roman die gewöhnlichen Deutschen aufrecht, ehrlich, kameradschaftlich, während die russischen Protagonisten regelmäßig problematisch: die schöne, zwischen Grausamkeit und Nymphomanie hin und her gerissene Ärztin Kasalinsskaja, der narzistische Universitätsarzt Pawlowitsch, Lagerleutnant Markow, der die Deutschen hasst, da seine ganze Familie im Krieg umgekommen bis hin zur russischen Küchengehilfin Bascha, die sich sowohl ideel wie praktisch zu ihrer Nymphomanie bekennt.

Konsalik kam an beim deutschen Publikum, das den gehobenen literarischen Stil meidet, Claas Relotius hat es ihm gleichgetan, der Unterschied aber ist: Konsalik war Romanautor, Relotius der Wahrheit verpflichteter Journalist. Das bedeutet: Erst die Wahrheit, unabhängig davon, ob spektakulär, langweilig, komplex oder trivial und dann erst die stilistischen Finessen, um einen Text zu polieren und gut lesbar zu machen.

Bei Claas Relotius ging der Text folgendermaßen weiter:

"Die Schreie ihrer Freunde und den Geruch der Leichen, nichts haben sie vergessen. Hier der alte Brunnen, an dem ein Vater mit Kind auf dem Arm erschossen wurde. Dort die zerstörte Mauer, vor der Dutzende zu Boden sanken, von Scharfschützen ermordet, von Armeepanzern überrollt."

RT schreibt dazu: auf dem Maidan habe es zu den Zeiten der gewaltsamen Auseinandersetzungen keine Kinder gegeben - logisch! Die Krise bahnte sich über Tage hinweg an. RT schreibt auch: Es gab niemanden, der von Armeepanzern überrollt wurde:

"... wir haben es noch einmal geprüft: In der namentlich geführten, bekannten Liste der Maidan-Opfer gibt es kein einziges Opfer, das von einem Panzer überrollt wurde."

Daneben ist es fast schon eine Nebensächlichkeit, wenn Relotius schreibt, Janukowitsch habe "wie ein Pharao in einem prunkvollen Palast, mit Treppengeländern und Badewannen aus purem Gold" gelebt. Aus luxuriöser Wohlstandsdekadenz wird das plastische Bild: Badewannen aus purem Gold! Wo sind sie denn hingekommen? Alle eingeschmolzen, keine Fotos?

Dies sind einige wenige Fakten bzw. Fakes, die zu überprüfen einer großen Dokumentationsabteilung wie der vom "SPIEGEL" sehr leicht hätte fallen müssen.

Aber man habe nichts gemerkt, statt dessen wurde Claas Relotius mit Preisen überhäuft, in etwa einer pro Jahr, ein junger Bursche, politisch noch grün hinter den Ohren, darf Stimmung machen gegen Russland, darf Risse zwischen den Nationen vertiefen, darf mit zündeln an der neuen Lust, Russland als unseren Feind auszumalen und dagegen zu rüsten.

Deutschland hat der damaligen Sowjetunion unermesslichen Schaden zugefügt, wieviel Millionen Menschen durch Deutsche abgeschlachtet wurden ist unbekannt.

Gehen wir von 65 Millionen Kriegstoten im 2. Weltkrieg aus, so stammten etwa 27 Millionen aus der Sowjetunion und etwa 13,5 Millionen aus China. Dass diese beiden Staaten entsprechende Konsequenzen für ihre Politik heute daraus gezogen haben, ist für mich sehr gut nachvollziehbar, dass der "Spiegel" Scharlatane und mittelmäßige Stilisten darauf ansetzt, indirekt gegen Russland zu hetzen, macht den "Spiegel" zu einem echten Drecksblatt! 

Sonntag, 29. Juli 2018

Sigmund Freud und ich!





"Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank."  
Sigmund Freud

"Nach Sinn und Wert des Lebens nicht zu fragen, ist krank."
Gerhard Stenkamp


 

Freitag, 4. August 2017

Haltlos!




Haltlos!

Ich wurde haltlos,
blieb haltlos,
um mich zu lösen,
frei zu treiben,
frei zu werden,

zu erkennen und
Neues zu errichten!

So fand ich den Halt,
der mir gerecht
und meiner Zeit
gemäß!

Samstag, 15. Juli 2017

Glaube und Vertrauen!




Der Zufall will es: Manchen Mitmenschen wird Vertrauen über Jahre ihres jungen Lebens vermittelt, es baut sich auf das von Psychologen sogenannte Urvertrauen und viele vermögen ein zufriedenes, erfülltes Leben zu führen, manche werden dem Urvertrauen trotzend von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht, das Urvertrauen hilft aber, sich wieder zu erholen und seelisch zu stabilisieren.

Nicht wenigen allerdings wird die ausreichende Ausbildung des Urvertrauens ins Leben, in die Welt schwer gemacht, manchmal unmöglich. Die Folge sind Ängste, Zweifel, Verunsicherung. 

Die junge Antilope, allein gelassen in der Weite der Savanne, schließt sich sogar dem Löwen an, um nicht mehr allein zu sein!

Die religiösen Strömungen einer Kultur versuchen ihren Anhängern nicht nur einen Glauben zu vermitteln, denn die reine intellektuelle Speise mag unseren Hunger nach Geborgenheit, nach Wärme, Schutz, Gemeinschaft nicht zu stillen, sondern versucht auch das Gefühl des Vertrauens zu vermitteln: Du kannst nie tiefer fallen als Gott!

Wer seinen Geist hat schärfen lassen müssen aufgrund eines Mangels an Urvertrauen, ist den Mantras der Kirchen und Religionen dieser Erde allerdings skeptisch gegenüber eingestellt!

Sind die Religionen und geistigen Strömungen heute in der Lage, die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu lösen?

Meine Antwort war: Nein!

Da mein Herz blutete, lehnte ich jede falsche Medizin ab und machte mich auf die Suche.

Wer sucht, der irrt und leidet, bis er stirbt oder er findet etwas Neues! 



Sonntag, 23. April 2017

Mehr Abschottung bitte!

Quelle: ZEIT ONLINE, 23.4.2017, Index

Wer will mehr Abschottung? Ich?

"Das bekannteste Beispiel in Deutschland für eine Gated Community ist die Arcadia-Wohnanlage. Sie liegt am Ufer der Havel in der UNESCO-geschützten Parklandschaft Potsdams und bietet auf einer Fläche von ca. 30.000 m² Platz für acht Villen und 43 Wohnungen. Die Wohnanlage lässt einen Ausblick auf die Schlösser Babelsberg und Glienicke zu und verfügt über eine eigene Grünanlage. Die Wohnanlage ist umzäunt und wird mit Kameras überwacht. Hinzu kommen die „Doormen“, die die Wohnanlage überwachen. Zusätzliche Dienste werden in der Wohnanlage zudem angeboten, wie z. B. Hol-, Bring- oder auch Reparaturdienste. Jedoch blieb der erhoffte Erfolg der Arcadia-Wohnanlage als eine Gated Community aus. Eine der Ursachen hierfür wird in der Lage zum Ufer gesehen. Dieses ist öffentlich zugänglich und garantiert für sich somit keine Exklusivität für die Bewohner."

Dieser schmale Weg am Havelufer, der allen offen steht, ist also der Grund, warum das Projekt kein Erfolg. Ein wenig weiter, am Heiligen See, gibt es privaten Uferzugang, wo außer den Erwählten sonst niemand hindarf, am Griebnitzsee wird ein Kulturkampf um den privaten Uferzugang geführt!

Das Großkapital will auf der Showbühne ihres heuchlerischen Lebens "Weltoffenheit", um dadurch mächtig zu bleiben und reicher zu werden und sich dann abschotten zu können.

Die ersten, die das Land im Falle von Unruhen verlassen, sind Reiche und sie begleitende Redakteure!

Es lebe der Kampf der Kulturen: Paläste besetzen für Menschen in Not! 

Wer aber glaubt, er könne bei 7,5 Milliarden Menschen ohne vernünftige, regulierende "Abschottung" auskommen, der gauckelt den Mitbürgern was vor: Es ist zu spät!

Leben heißt prinzipiell, mit seiner Umwelt im Austausch zu stehen. Leben, das die Kontrolle über diesen Austausch verliert, löst sich auf und geht zugrunde! Ein biologisches Grundprinzip, das Linksideologen sicher nicht werden außer Kraft setzen können. 

Samstag, 8. April 2017

Warum es keinen Frieden geben kann!

In Deutschland und weiten Teilen Westeuropas ist es zwar nicht verboten aber sehr verdächtig, folgende Überlegung anzustellen:

Was ist das gemeinsame Element der herausragenden Terrorakte in Westeuropa innerhalb der letzten Jahre?

Wer so fragt, hat vermutlich schon eine Antwort im Sinn, diese Antwort ist aber diskriminierend, indem sich eine Gruppe von vielen anderen Gruppen deutlich unterscheidet, eine solche Antwort provoziert damit einen Generalverdacht, Generalverdacht ist aber nur gegenüber Nachfahren deutscher Nazis erlaubt, die darum ausnahmslos zu beweisen haben, dass sie keine Nazis oder Neonazis sind, was man wiederum am besten dadurch beweisen kann, dass man einen Generalverdacht erst gar nicht zulässt und damit dieser nicht aufkommt, haben derartige Fragen bitte zu unterbleiben, ob es verbindende Elemente gibt bei den Tätern schwerwiegender Terroranschläge in Westeuropa!

Alle Menschen sind gleich, jeder von uns könnte eines Tages durchdrehen, einen LKW entwenden und damit durch eine Fussgängerzone rasen.

Das ist einer der vielen Gründe, warum es keinen Frieden geben KANN: Wir lassen es nicht zu, darüber nachzudenken, wie Frieden möglich werden könnte!


Dienstag, 21. März 2017

Mein Verzicht auf Lorbeer!

Friedrich Hölderlin dichtet in "Zornige Sehnsucht" folgendermaßen:


Ich duld es nimmer! ewig und ewig so
   Die Knabenschritte, wie ein Gekerkerter
      Die kurzen, vorgemeßnen Schritte
         Täglich zu wandeln, ich duld es nimmer!

....
   Mich reizt der Lorbeer, - Ruhe beglückt mich nicht,
      Gefahren zeugen Männerkräfte,
         Leiden erheben die Brust des Jünglings.

....Was soll des Freundes traulicher Handschlag mir,
   Was mir des Frühlings freundlicher Morgengruß,
      Was mir der Eiche Schatten? was der
         Blühenden Rebe, der Linde Düfte?

.. nimmer genieß ich dein,
   Du Kelch der Freuden, blinkest du noch so schön,
      Bis mir ein Männerwerk gelinget,
         Bis ich ihn hasche, den ersten Lorbeer.

Der Schwur ist groß. Er zeuget im Auge mir
   Die Trän, und wohl mir, wenn ihn Vollendung krönt,
      Dann jauchz auch ich, du Kreis der Frohen,
         Dann, o Natur, ist dein Lächeln Wonne.


Meine Position dazu: 

Ich verzichte darauf, nach "Lorbeer" zu "haschen", mein Leben weihe, wenn schon, ich dem Kampf, der Wahrheit näher zu kommen, daher meine Attacken unter anderem gegen Christentum und Islam, denn sie sollten nicht mehr als Wahrheit gelten, sondern als Krücken, die den psychischen Zusammenbruch von Milliarden verhindern, einen Zusammenbruch, der aber kommen muss, damit die Menschheit das Überleben in neuer Zeit wird lernen!  

Den "Kelch der Freuden" will ich nicht mehr an erster Stelle mit Zuneigung anderer füllen lassen sondern mit dem Bestehen vor mir und Anerkennung durch mich selbst dafür, das getan zu haben, was ich als richtig erkannt! Danach mögen Mitmenschen mich schätzen lernen oder es lassen! Darüber verlier ich hoffentlich keine "Trän"!

Mein "Kreis der Frohen" er mag, wenn nötig, bestehen aus mir allein und diesem Klingen! 



Hier das Gedicht von Hölderlin in seiner Gesamtheit:

Ich duld es nimmer! ewig und ewig so
   Die Knabenschritte, wie ein Gekerkerter
      Die kurzen, vorgemeßnen Schritte
         Täglich zu wandeln, ich duld es nimmer!

Ists Menschenlos - ists meines? ich trag es nicht,
   Mich reizt der Lorbeer, - Ruhe beglückt mich nicht,
      Gefahren zeugen Männerkräfte,
         Leiden erheben die Brust des Jünglings.

Was bin ich dir, was bin ich, mein Vaterland?
   Ein siecher Säugling, welchen mit tränendem,
      Mit hoffnungslosem Blick die Mutter
         In den gedultigen Armen schaukelt.

Mich tröstete das blinkende Kelchglas nie,
   Mich nie der Blick der lächelnden Tändlerin,
      Soll ewig Trauern mich umwolken?
         Ewig mich töten die zornge Sehnsucht?

Was soll des Freundes traulicher Handschlag mir,
   Was mir des Frühlings freundlicher Morgengruß,
      Was mir der Eiche Schatten? was der
         Blühenden Rebe, der Linde Düfte?

Beim grauen Mana! nimmer genieß ich dein,
   Du Kelch der Freuden, blinkest du noch so schön,
      Bis mir ein Männerwerk gelinget,
         Bis ich ihn hasche, den ersten Lorbeer.

Der Schwur ist groß. Er zeuget im Auge mir
   Die Trän, und wohl mir, wenn ihn Vollendung krönt,
      Dann jauchz auch ich, du Kreis der Frohen,
         Dann, o Natur, ist dein Lächeln Wonne.

Montag, 20. März 2017

Kognitive Esskontrolle!

Es sei von nun an Selbstverpflichtung, um mein Ziel- und Idealgewicht zu erringen: die kognitive Esskontrolle.

Diese ist erforderlich, da ich ein Mensch der Instinkte.

Stammesgeschichtlich war Nahrung ein knappes Gut und wenn Nahrung verfügbar, war es evolutionsbiologisch vorteilhaft, das, was verfügbar, auch zu verzehren, statt es durch Schimmel und sonstige Verrottungsprozesse ungenießbar werden zu lassen. 

Zudem bereitet es instinktiv die größere Lust, das zu speisen, was energiedicht, als das, was zwar gesund und förderlich dem Leichten aber nicht kaloriendicht: Statt des Gurkensalats gebratene Nürnberger Wurst mit einer feinen Scheibe der Gurke, statt Möhrensalats und roter Beete Entenkeule mit pommes de terre, knusprig und dennoch zart!

Es sind dies nicht etwa Verhaltensweisen mangelnden Anstands, sondern ein über zehntausende von Jahren im Zuge der Evolution erfolgreiches Verhaltensprogramm und vermutlich wäre ich derart vor 10 000 Jahren und noch früher zur hervorragenden Führungspersönlichkeit herangewachsen aufgrund gesunder und klar ausgeprägter Instinkte.

Nicht so in unserer dekadenten Zivilisationsgesellschaft. Hier wimmelt es vor Fußangeln, Fallgruben, Intrigen und Perversion!

Darum nun die kognitive Esskontrolle. Diese funktioniert dergestalt:

1. Alles, was ich esse, protokollieren und darüberhinaus fotografieren (verhindert unter anderem, dass ich schon bei der Essenszubereitung beginne das, was zubereitet, zu verzehren).

2. Vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser, pur!

3. Wiegen, mindestens einmal die Woche, besser öfter!

Das ganze untermauert mit gesunder Mischkost und der Weg zum Idealgewicht soll beschritten worden sein! 

Ich werde berichten!

Sonntag, 19. März 2017

Ist die Menschheit zum Überleben befähigt?

Quelle: hier!

Eine Menschheit, die zum Überleben fähig, müsste dementsprechend handeln: als Menschheit mit dem Ziel des Überlebens.

Wie aber handelt man als Menschheit, wir sind schließlich Einzelwesen?

"Man ist ja von Natur kein Engel,
vielmehr ein Welt- und Menschenkind,
und ringsumher ist ein Gedrängel
von solchen, die dasselbe sind.
....
Wie schad, o Mensch, daß dir das Gute
Im Grunde so zuwider ist!"


Quelle: Wilhelm Busch, Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Samstag, 18. März 2017

Bin kein Panther!

Ich bin kein Panther in Gefangenschaft!

Ich würde lieber sterben, als Panther in Gefangenschaft
zu sein!

"Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

 Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein."

Ich bin kein Panther in Gefangenschaft und werde
keiner sein!

Die Folge ist,
dass ich nicht selten
als grobschlächtig empfunden,
den Weg des Lebens kämpfend!

Die Bilder aber,
sie hören nicht auf,
in meinem Herzen
zu sein!  


Anmerkungen:


Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.


Aus: Neue Gedichte (1907)  

Die beste Rezitation, die ich kenne, ist die von Will Quadflieg: hier! 

Im You Tube Video wird zum Musikstück ein Puma gezeigt, der Unterschied zwischen Panther und Puma erläutert findet sich hier! 

Sonntag, 12. März 2017

"Ich bin der Welt abhanden gekommen"

Es gibt Tage, da spreche ich mit niemandem! 

Es ist mir dann, als seien die Geräusche des Alltags lauter: der Reißverschluß einer Tasche, die ich schließe, Geschirr und Besteck beim Abwasch, die Geräusche von Kindern, die vorübergehen, von Vögeln auf der Obstwiese, von Fahrzeugen auf der dahinterliegenden Strasse. Wenn ich innehalte und lausche, höre ich auch meinen Atem.

In jenen Jahren, als ich mich verloren fühlte, bildete sich ein Druck in meinem Hals und meiner Brust, dicht an meinem Herzen und ich war nicht imstande, das Gefühl längere Zeit zu ertragen, ohne in eine Abwärtsspirale der Verzweiflung zu geraten.

Seit einiger Zeit hat sich das geändert.

Mir fiel ein Gedicht von Friedrich Rückert auf, es lautet so:

"Ich bin der Welt abhanden gekommen,
Mit der ich sonst viele Zeit verdorben,
Sie hat so lange nichts von mir vernommen,
Sie mag wohl glauben, ich sei gestorben!

Es ist mir auch gar nichts daran gelegen,
Ob sie mich für gestorben hält,
Ich kann auch gar nichts sagen dagegen,
Denn wirklich bin ich gestorben der Welt.

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh' in einem stillen Gebiet!
Ich leb' allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!"

Gestorben dem Weltgetümmel und ruhen, allein sein und doch im Himmel. Danach habe ich mich gesehnt, hatte aber keinen Himmel, den ich lieben konnte, und hatte darum auch kein Lied!

Jetzt habe ich einen Himmel!

Ich schwinge zwischen dem Gefühl, gestorben zu sein dem Weltgetümmel und 

dem Kampf mit diesem Weltgetümmel!

Und manchmal, wenn ich Ruhe brauche und traurig bin, denn im Himmel darf man auch traurig sein,

dann höre ich die Vertonung des Gedichtes durch Gustav Mahler:

 

Mittwoch, 1. März 2017

Niklas Luhmann

"Jedes Reden wiederholt das Schweigen.", so Niklas Luhmann.

Hört sich imponierend an, ist aber widersinnig!

Haben sich seine Studenten nicht gewagt, ihm das zu sagen, obwohl letztlich nur Schweigen, sofern nicht schriftlich ihm mitgeteilt?

„Ohne zu schreiben, kann man nicht denken; jedenfalls nicht in anspruchsvoller, anschlussfähiger Weise.“

Woher will er das wissen? 

Jesus und Mohammed konnten nicht schreiben, Karl der Große auch nicht!

Schachgroßmeister schreiben selten und denken nicht anspruchsvoll?

"Niklas Luhmann, December 8, 1927 – November 6, 1998, was a German sociologist, and a prominent thinker in systems theory, who is increasingly recognized as one of the most important social theorists of the 20th century." aus der englischen Wikipedia.

Wer bin wohl ich?

Quelle 1: Reden und Schweigen, 1989, S. 15

Quelle 2: Kommunikation mit Zettelkästen. Ein Erfahrungsbericht, in N. Luhmann, Universität als Milieu, Bielefeld, 1992

Freitag, 17. Februar 2017

Nietzsche: Von den drei Verwandlungen!

"Drei Verwandlungen nenne ich euch des Geistes: wie der Geist zum Kamele wird, und zum Löwen das Kamel, und zum Kinde zuletzt der Löwe.

Vieles Schwere gibt es dem Geiste, dem starken, tragsamen Geiste, dem Ehrfurcht innewohnt: nach dem Schweren und Schwersten verlangt seine Stärke.

Was ist schwer? so fragt der tragsame Geist, so kniet er nieder, dem Kamele gleich, und will gut beladen sein.

Was ist das Schwerste, ihr Helden? so fragt der tragsame Geist, daß ich es auf mich nehme und meiner Stärke froh werde.

Ist es nicht das: sich erniedrigen, um seinem Hochmut wehe zu tun? Seine Torheit leuchten lassen, um seiner Weisheit zu spotten?

....
Oder ist es das: Die lieben, die uns verachten, und dem Gespenste die Hand reichen, wenn es uns fürchten machen will?

Alles dies Schwerste nimmt der tragsame Geist auf sich: dem Kamele gleich, das beladen in die Wüste eilt, also eilt er in seine Wüste.

Aber in der einsamsten Wüste geschieht die zweite Verwandlung: zum Löwen wird hier der Geist, Freiheit will er sich erbeuten und Herr sein in seiner eigenen Wüste.

Seinen letzten Herrn sucht er sich hier: feind will er ihm werden und seinem letzten Gotte, um Sieg will er mit dem großen Drachen ringen.

Welches ist der große Drache, den der Geist nicht mehr Herr und Gott heißen mag? "Du-sollst" heißt der große Drache.  Aber der Geist des Löwen sagt "Ich will."

"Du-sollst" liegt ihm am Wege, goldfunkelnd, ein Schuppentier, und auf jeder Schuppe glänzt golden "Du-sollst!"

Tausendjährige Werte glänzen an diesen Schuppen, und also spricht der mächtigste aller Drachen "aller Wert der Dinge - der glänzt an mir."

"Aller Wert ward schon geschaffen, und aller geschaffene Wert - das bin ich. Wahrlich, es soll kein "Ich will" mehr geben!" Also spricht der Drache.

Meine Brüder, wozu bedarf es des Löwen im Geiste? Was genügt nicht das lastbare Tier, das entsagt und ehrfürchtig ist?

Neue Werte schaffen - das vermag auch der Löwe noch nicht: aber Freiheit sich schaffen zu neuem Schaffen - das vermag die Macht des Löwen.

Freiheit sich schaffen und ein heiliges Nein auch vor der Pflicht: dazu, meine Brüder bedarf es des Löwen.

Recht sich nehmen zu neuen Werten - das ist das furchtbarste Nehmen für einen tragsamen und ehrfürchtigen Geist. Wahrlich, ein Rauben ist es ihm und eines raubenden Tieres Sache.

Als sein Heiligstes liebte er einst das "Du-sollst": nun muß er Wahn und Willkür auch noch im Heiligsten finden, daß er sich Freiheit raube von seiner Liebe: des Löwen bedarf es zu diesem Raube.

Aber sagt, meine Brüder, was vermag noch das Kind, das auch der Löwe nicht vermochte? Was muß der raubende Löwe auch noch zum Kinde werden?

Unschuld ist das Kind und Vergessen, ein Neubeginnen, ein Spiel, ein aus sich rollendes Rad, eine erste Bewegung, ein heiliges Ja-sagen.

Ja, zum Spiele des Schaffens, meine Brüder, bedarf es eines heiligen Ja-sagens: seinen Willen will nun der Geist, seine Welt gewinnt sich der Weltverlorene.

Drei Verwandlungen nannte ich euch des Geistes: wie der Geist zum Kamele ward, und zum Löwen das Kamel, und der Löwe zuletzt zum Kinde. --

Also sprach Zarathustra. Und damals weilte er in der Stadt, welche genannt wird: die bunte Kuh."

Ich habe das erfüllt und erfülle es noch, was Nietzsche in "Also sprach Zarathustra" eingefordert!


Anmerkung: Auslassungen und Hervorhebungen von mir!